ZWISCHENSTOPP IN SINGAPUR

Irgendwo am Äquator liegt Singapur – ein Stadtstaat, den viele nur vom Zwischenstopp nach Australien kennen. Schade, denn in nur drei Tagen gibt es dort viel zu erkunden.

Zugegeben – die Reise dorthin ist kein Katzensprung. Wenn man den gut zwölfstündigen Flug ohne Thrombose überlebt hat, darf man sich dafür auf ein paar wunderschöne Tage freuen, die man trotz der sehr kleinen Fläche auf vielfältigste Weise geniessen kann. Hier sind ein paar Tipps, wie und wo man Singapur in drei Tagen erleben kann.

Klima in Singapur

Heiss. Extrem heiss. Und zwar immer. Singapur liegt direkt am Äquator und hat dadurch nicht nur eine Alljahres-Wettergarantie, sondern die Sonne drückt für den winterverwöhnten Mitteleuropäer stark aufs Haupt. Allerdings sind die Temperaturen bei jenseits der 30 Grad Celsius mit entsprechender Luftfeuchtigkeit und gut vernetzten unterirdischen Strassenübergängen gut durchzustehen. Zudem verschafft der fast tägliche, zehnminütige Regenschauer eine willkommende Abkühlung.

Hotel

Wenn man schon so weit reist, darf man sich ruhig einen tollen Aufenthalt gönnen. Das Westin Singapore wartet nicht nur mit dem berühmten „Heavenly Bed“ – dem wohl kuscheligsten Hotelbett der Welt, sondern mit einem Pool, dessen Aussicht einem den Atem raubt. Wenn man es schafft, sollte man unbedingt in das Heavenly Spa – auch hier ist der Name Programm. Dampfbad, Whirlpool und die White Tea Pflegeprodukte garantieren einen himmlischen Aufenthalt und maximale Entspannung. Die Bar in der Lobby, welche sich im 32. Stock befindet, ist auch für Locals ein begehrter Treffpunkt. Ein weiteres Plus: Die Ubahn ist direkt um die Ecke, und an der nächsten Kreuzung ist bereits der berühmte Boon Tat Street Food Market (dazu gleich mehr). Wen das noch nicht überzeugt hat, dem sei der aufmerksame und perfekte Service ans Herz gelegt. Spätestens wenn mal das Gepäck beim Flug verloren geht und der zu spät gelieferte Koffer repariert werden muss, weiss man die Qualitäten eines perfekten Concierge (an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an Shaik) zu schätzen.

Kulinarisches

Asien hat so viel zu bieten – darunter steht ganz oben auf der Liste das feine Essen. Wie bereits erwähnt gibt es in Singapur den Boon Tat Street Food Market. Dafür wird jeden Abend eine komplette Strasse mitten im Finanzviertel gesperrt und im Eilverfahren Plastiktische und -stühle aufgebaut. Die wohl beste Satay-Sauce der Welt bekommt ihr übrigens beim Stand mit der Nummer 8. Lasst euch bloss nicht vorher auf einen anderen Tisch platzieren… Zum Anstossen sollte man dann in eine der unzähligen Rooftop Bars gehen und sich zumindest einmal einen Singapore Sling gönnen. Zum Beispiel gegen 20 Uhr im Maria Bay Sands, damit man gleichzeitig die tägliche Lightshow erleben kann.

Ausflüge

Singapur mag in erster Linie für seine eher horrenden Strafen für Spucken auf offener Strasse oder den Konsum von Stinkfrucht in der Ubahn bekannt sein – damit ist auch der doppeldeutige Beiname „a fine country“ erklärt – aber verdient hat es seine Prominenz vielmehr durch die unzähligen grünen Parks. So sollte man unbedingt die Gardens by the Bay besuchen – ein Nachmittagsausflug, der einen mitten in den Regenwald versetzt und dabei noch auf angenehme 20 Grad Celsius abkühlt.

Eine weitere Attraktion ist der Singapore Zoo. Dort finden man unter anderem die wunderschönen und leider seltenen weissen Tiger. Auch hierfür sollte man entweder einen guten halben Tag – oder eine Nacht einplanen. Die Night Safaris sind auch bei Locals besonders beliebt.

In nur drei Tagen kann man Singapur durchaus erkunden – jedoch würde ich beim nächsten Mal noch mindestens einen Tag dranhängen, um die Insel Lentosa und/oder die Universal Studios dort zu erkunden. Wie man so schön sagt – nach der Reise ist vor der Reise…

2018-01-19T23:05:33+00:00